Montag, 22. August 2016

Monday Madness [1]: Eine erfolgreiche Woche

Monday Madness ist der Titel meiner neuen Artikelserie, die sich jeden Montag ganz und ausschließlich mit mir und meinem Leben beschäftigt. Ich informiere alle interessierten Leser über die Dinge, die ich im Laufe der Woche erledigt habe, aufregende Erlebnisse in der realen Welt und präsentiere eventuell auch Ausblicke auf kommende Ereignisse.




Auf Wattpad


Wie der ein oder andere Leser weiß, bin ich unter meinem Namen "Julia L. Jordan" auch auf Wattpad vertreten. Dort schreibe ich hauptsächlich Fanfictions zu Harry Potter, aber es gibt bereits einige eigenständige Werke zu bestaunen. Nachdem ich Anfang August tatsächlich die 1.000-Follower-Marke überschritten habe, konnte ich dieses Wochenende einen neuen Meilenstein feiern: Meine bisher erfolgreichste Geschichte, die Harry-Potter-Fanfiction "Reue" über Hermine Granger und Tom Riddle, hat 10.000 Votes erhalten. Votes kann man auf Wattpad als Zeichen der Anerkennung für jedes Kapitel hinterlassen, das einem gefällt. Sehr, sehr bald werde ich wohl auch bei derselben Geschichte die 100.000 Reads erreichen. Eine spannende Zeit für mein Wattpad-Selbst!


In der Blogger-Welt


Dafür, dass ich dieses Blog erst letzte Woche gestartet habe, bin ich mehr als zufrieden mit der bisherigen Entwicklung. Ich erhalte tatsächlich Kommentare zu meinen Artikeln, sogar mehrere pro Beitrag. Damit hätte ich nie gerechnet und es bedeutet mir sehr viel, dass dies hier keine einseitige Angelegenheit wird, sondern ich tatsächlich mit einigen meiner Leser in Kontakt kommen kann und so ein interessanter Gedankenaustausch entsteht. Außerdem habe ich bereits hunderte Seitenaufrufe zu verzeichnen, von denen tatsächlich über 70 so genannte "Unique Views" waren, also unterschiedliche Menschen, die meinen Blog an mehreren Tagen aufgerufen haben. Ich bin überwältigt von dem Feedback und hoffe, dass ich auch in Zukunft spannenden Inhalt präsentieren kann!


Im realen Leben


Auch in der Realität jenseits von Blogging und Wattpad hat sich die letzte Woche einiges getan. Vor etwa einem halben Jahr bin ich mit meinem Freund zusammengezogen und jetzt endlich scheint unsere Wohnung ihre finale Form anzunehmen. Wir mussten tatsächlich noch ein drittes Bücherregal anschaffen, da der riesige Büroschrank im Arbeitszimmer doch nicht genug Platz für all meine Bücher hatte. Wir haben ihn also aufgebaut und die letzte Woche habe ich damit verbracht, meine Bücher aus dem Arbeitszimmer ins Wohnzimmer zu räumen, damit mein Freund seinen Technik-Kram in den Büroschrank räumen kann - vorher lag es in Umzugskisten herum, was einem auf Dauer doch auf die Nerven gehen kann. Unser Wohnzimmer ist nun wirklich gemütlich. Ich habe einen Schrank, in dem sich fast nur meine Manga versammeln, einen weiteren für all meine Fachliteratur und Fantasy, und in dem neu erworbenen Raumteiler stehen zum größten Teil englischsprachige Werke und einige Fachbücher, die meinem Freund gehören. So weiß jeder schon beim Eintreten, was für Nerds wir sind!

Freitag, 19. August 2016

Die Kunst des Schreibens [1]: Übung macht den Meister


Jeder Schriftsteller stellt sich irgendwann einmal die Frage, ob das, was er schreibt, den Leser eigentlich interessiert. Anfänger verzweifeln schon mal an dieser Frage, während der Profi zumindest seine vergangenen Erfolge hat, um sein Selbstbewusstsein wieder aufzubauen. Doch je länger man über diese existentielle Frage nachdenkt, umso eher gelangt man am Ende immer zu demselben Gedanken, ganz unabhängig davon, wie lange man schon im Geschäft ist: Habe ich überhaupt Talent zum Schreiben? Dieser Artikel sowie die folgenden in der Serien haben das Ziel, jedem interessierten Autoren zu zeigen, dass es beim Schreiben nicht alleine um naturgegebene Talente geht und diese spezielle Sinnkrise entsprechend leicht überwunden werden kann.




Ich habe bereits vor geraumer Zeit die Beobachtung gemacht, dass viele Menschen denken, dass man entweder Talent zum Schreiben hat oder nicht. Dass man entweder von Anfang an gut schreiben kann oder nicht. Dass entsprechend Seminare, die sich mit kreativem Schreiben befassen, nur Geldmaschinen für den Anbieter sind, ohne dem Nutzer wirklich etwas zu bringen. Ich habe diese Einstellung früher geteilt, doch die Wahrheit ist, wie so häufig, differenzierter.
Persönlich habe ich im Alter von zwölf Jahren angefangen, ernsthaft zu schreiben. Es waren Geschichten, die für niemandes Augen gedacht waren, und ich schrieb sie, ohne über das Wie nachzudenken. Das änderte sich, als ich im Alter von etwa sechzehn Jahren über das Phänomen der Fanfictions gestolpert bin und darin eine Nische fand, in der ich meine Geschichten veröffentlichen konnte. Ich fing an, über meine Worte nachzudenken.


Aus den eigenen Fehlern lernen


Und genau das ist es, was einen guten Schreibstil ausmacht. Worte zu Papier bringen kann jeder, der das Schreiben erlernt hat. Doch um kreativen Schreiben, zum Schreiben von Werken, die andere gerne lesen, gehört mehr. Es reicht nicht aus, einfach die Ideen, die man hat, niederzuschreiben, auf Grammatik und Rechtschreibung zu achten, und es dann zu veröffentlichen. Man muss sich ernsthafte Gedanken machen. Wie drücke ich was aus, welche Gefühle kann dieses Adjektiv im Gegensatz zu jenem hervorrufen? Das Deutsche gibt uns die Möglichkeit, wundervolle grammatikalische Konstrukte und lange Sätze zu formulieren, doch wenn man Spannung erzeugen will, wenn man den Pulsschlag des Lesers erhöhen will, sind kurze Sätze effektiver.
Mit jedem Satz, den man schreibt wird man besser. Dazu gehört allerdings, dass man regelmäßig zurück geht und das Geschriebene erneut liest. Was wollte ich in diesem Kapitel für ein Gefühl hervorrufen und wenn es mir gelungen ist, wie habe ich das geschafft? Wenn es mir nicht gelungen ist, was stört mich? Gibt es einen Satz, über den man stolpert, fehlt vielleicht die tiefe der Gefühle, hätte ich mehr oder weniger Adjektive nutzen sollen? Nur, wenn man die eigenen Zeilen immer und immer wieder kritisch hinterfragt, kann man unzureichende Formulierungen erkennen und sich verbessern.


Aus den Fehlern anderer lernen


Ein sehr altkluger Satz weist uns darauf hin, dass man aus seinen Fehlern lernen kann. Ich gehe noch weiter und sage: Man kann auch aus den Fehlern anderer lernen. Und aus den Errungenschaften anderer. Niemand, der gut schreiben erlernen will, kann darauf verzichten, sehr viel zu lesen. Egal, welches Genre, egal, ob Klassiker oder moderne Literatur, nichts fördert das eigene Schreiben so sehr, wie wenn man sich auf die Werke anderer Schriftsteller einlässt. Es müssen nicht einmal Werke in der eigenen Sprache sein, wie ich bemerkt habe. Ich lese seit Jahren fast ausschließlich englischsprachige Literatur, Klassiker aus dem 19. Jahrhundert, und doch kann ich deutlich feststellen, dass mein Schreibstil sich genau dadurch verbessert hat. Manchmal stolpere ich über Sätze, die so unfassbar wohlklingend sind, dass ich sie mir aufschreibe, um immer wieder zu ihnen zurückzukehren und erneut darüber nachzudenken, warum sie so gut sind. Früher oder später erkenne ich die Mittel, die der Autor genutzt hat, und kann sie in meinen eigenen kleinen Werkzeugkasten aufnehmen.


Fleiß bringt dich ans Ziel!


Schreiben ist ein Handwerk, das man erlernen kann. Sicherlich gibt es Menschen, die eine größere Begabung darin haben als andere, wie es mit so ziemlich allen Dingen auf der Welt eben so ist. Doch das bedeutet nicht, dass es nicht theoretisch jeder Mensch erlernen kann. Eine alte Musiklehrerin von mir hatte keinerlei Begabung für Instrumente oder fürs Singen, dennoch hat sie Musik studiert und konnte diverse Instrumente spielen. Ihre Leidenschaft für die Musik, generell für die schönen Künste hat es ihr erlaubt, mit Fleiß das zu erreichen, was andere mit Talent machen. Dem geübten Ohr fiel natürlich stets auf, dass ihr Klavierspiel nicht dieselbe Qualität besaß wie bei einem talentierten Musiker, dennoch konnte sie das Instrument bedienen, einen Chor begleiten oder komplexe Werke vorspielen. Ebenso kann jeder, der nur Willens ist zu lernen, ein guter Schriftsteller werden. Vielleicht kein herausragender, doch gut genug, um von seinen Lesern Lob zu erhalten und Geschichten zu produzieren, die nicht nur inhaltlich begeistern, sondern auch sprachlich ansprechend sind.

Ich schreibe inzwischen seit über fünfzehn Jahren. Und ich lese noch viel länger. Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht lese, und keine Woche, in der ich nicht schreibe. Gerade beispielsweise habe ich wieder Bram Stokers "Dracula" zur Hand genommen, nicht etwa, weil ich die Geschichte noch einmal erleben möchte, sondern vielmehr, weil ich kaum ein Buch kenne, das von so hoher literarischer Qualität ist. Ich möchte ganz einfach wieder in der Sprache schwelgen und lernen, ebenso fantastische Zeilen zu Papier bringen zu können.

Ich rate jedem, der Ideen für eine Geschichte hat: Setze dich hin und schreib! Wenn du unzufrieden bist, gräme dich nicht, sondern kehre immer wieder zurück und überlege, wie du es besser machen kannst. Nur Fleiß führt zum Ziel. Schreiben ist, wie so vieles im Leben, ein Lernprozess, der niemals endet.

Mittwoch, 17. August 2016

Self-Publishing mit Amazon KDP [1]: Wie werde ich Buch-Millionär?

Auf Amazon eBooks hochladen und verkaufen ist leicht. Doch um wirklich Geld verdienen zu können, braucht es Glück - oder eine gehörige Menge Schweiß, Blut und Tränen. Nur, wer sich nicht scheut, für sich selbst Werbung zu machen und Stunden in Promotion zu stecken, wird am Ende belohnt. Soziale Netzwerke, ein klarer Marketing-Plan und Geduld sind der Schlüssel zum Erfolg.




Die Geschichte von Amanda Hocking ist unter eBook-Autoren ebenso berühmte wie jene von Anna Todd bei Wattpad-Usern. Hocking arbeitete als Altenpflegerin und schrieb nebenbei Romane, von denen sie einen im Jahr 2010 als eBook bei Amazon anbot. Bereits 2011 kündigte sie ihre Arbeitsstelle und widmete sich Vollzeit der Schriftstellerei, da sie täglich rund 9.000 Exemplare ihres Buches verkaufen konnte und in kürzester Zeit zur Millionärin wurde.
Ähnlich erging es auch Anna Todd: Sie schrieb auf Wattpad eine Fanfiction über die Boyband One Direction. Ihre After-Serie wurde schnell so beliebt, dass sich eines der größten englischen Verlagshäuser, Simon & Schuster, für das Manuskript interessierte und es - nach Namensänderung natürlich - zu einem weltweiten Bestseller machte.

Beide Beispiele erwecken in jedem Schreiberling die Hoffnung, dass man es via Wattpad oder auf Amazon tatsächlich schaffen kann, richtig, richtig viel Geld zu verdienen. Doch natürlich sind solche märchenhaften Geschichten den wenigsten gegönnt und so stellt sich nach der Ernüchterung die Frage: Kann ich tatsächlich mit eBooks auf Amazon Geld verdienen?
Die Antwort darauf lautet: Ja, natürlich. Doch den Lebensunterhalt nur davon bestreiten zu wollen, wird schwierig. Der Vorteil des Self-Publishing ist, dass man nicht hunderte Anfragen an Agenten oder Verlage schicken muss, nur um dann ausschließlich Absagen zu erhalten, die das eigene Selbstbewusstsein zerstören. Der Nachteil auf der anderen Seite besteht darin, dass eBooks generell zu deutlich günstigeren Preisen als gedruckte Bücher angeboten werden und gerade selbst publizierte Bücher noch einmal deutlich billiger verkauft werden müssen. Man verdient also an jedem verkauften Exemplar mehr oder minder nichts.

Amazon bietet mit dem Kindle Direct Publishing (KDP) eine sehr leichte Möglichkeit, eigene Texte auf den Markt zu bringen. Nachdem man sich durch ein langes Formular voller Juristen-Sprech gequält hat (Steuern sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen), braucht man lediglich einen Titel, Kategorien, ein Titelbild und den eigentlichen Text - und schon kann man theoretisch auf Veröffentlichen klicken und zusehen, wie das Buch gekauft wird. Oder eben auch nicht.
In einer Welt, wo publizieren so leicht gemacht wird, tritt man augenblicklich gegen tausende Konkurrenten an. Die kalte Tatsache ist: Niemand wartet auf dein Buch. Egal, wie gut du schreiben kannst, wie genial dein Plot, wie faszinierend deine Charaktere, niemand wird dir irgendetwas schenken. Wenn man also tatsächlich auch nur ein einziges Exemplar verkaufen möchte, muss man selbst aktiv werden, d.h. Werbung machen. Es ist nicht jedem Menschen gegeben, mit Leichtigkeit das Scheinwerferlicht auf sich selbst zu richten, um Leser, die sich eigentlich gar nicht dafür interessieren, etwas über das eigene Werk zu erzählen. Doch da einem Autor im Self-Publishing die üblichen Marketing-Methoden der großen Verlagshäuser verschlossen bleiben, ist genau das von Nöten: Nutze die Sozialen Netzwerke, erzähle deinen Freunden und deiner Familie von deinem eigenen Buch, mobilisiere Bekannte, dass sie Rezensionen verfassen.

Die Macht der Sozialen Netzwerke sollte in der heutigen Zeit nicht unterschätzt werden. Was früher hauptsächlich über Mailing-Listen geschah, findet nun bei Twitter, Facebook, Instagram und Co statt. Wenn man bereits eine eigene Facebook-Seite hat, kann man seinen Followern dort über das eigene Buch informieren. Auch Instagram bietet interessante Möglichkeiten, z. B. indem man ein Zitat aus dem Buch als schönes Bild verpackt postet mit einem Link zu Amazon. Beinahe am leichtesten jedoch erscheint mir Twitter, da dort mit einem einzigen Klick auf Retweeten die Nachricht über das erste eigene Buch von Follower zu Follower geteilt werden kann. So verbreitet sich das Buch immer weiter, bis es schließlich Menschen erreicht, die den Autor gar nicht kennen.
Wer bei Wattpad oder auf einer anderen Schreib-Plattform aktiv ist, kann dort ebenfalls interessierte Käufer finden. Am Ende darf man nie vergessen, dass Autoren-Gemeinschaften geprägt sind von Unterstützung und gegenseitiger Anteilnahme. Jeder möchte es schaffen, und jeder ist deswegen interessiert daran, anderen zu helfen, in der Annahme, dass einem selbst später auch geholfen wird.

Das Fazit ist also: Nur, wer auch nach der ersten Veröffentlichung seiner Geschichte als eBook dranbleibt, Werbung macht und sich aktiv darum kümmert, dass immer mehr Menschen sich für das Buch interessieren, wird am Ende des Tages ein wenig Geld damit machen. Zum Millionär wird man so nicht - auch wenn einzelne Ausnahmen sich glücklich schätzen können -, und auch den Lebensunterhalt wird man damit nicht von Anfang an bestreiten können. Doch wenn man beharrlich bleibt, konstant neue Bücher veröffentlicht und jede Menge Schweiß in Marketing steckt, kann das Self-Publishing zumindest zu einem zweiten Standbein im Leben werden.

Montag, 15. August 2016

Mein neues Leben

Am 08. August habe ich nach langen Jahren der Forschung meine Abschlussarbeit für den Masterstudiengang "Parlamentsfragen und Zivilgesellschaft" abgegeben. Obwohl ich die Arbeit noch verteidigen muss - eine mündliche Prüfung absolvieren -, markiert dieser Tag doch den Beginn eines neuen Lebensabschnitts für mich.

Meine Zeit als Studentin ist endgültig vorbei, ein Nebenjob muss her (der zum Glück schnell gefunden war) und nun kann ich mich endlich auf das konzentrieren, was ich schon mein Leben lang machen wollte: Bücher schreiben.







Die kommenden Wochen und Monate werden sehr spannend für mich. Ich werde meine ersten Werke via KDP (Kindle Direct Publishing) bei Amazon selbst verlegen und gleichzeitig an Manuskripten arbeiten, mit denen ich mich bei Agenten bewerben möchte. Heutzutage ist es beinahe unerlässlich, dass man als angehender Autor einen Agenten hat, da dieser einen besser, konstruktiver und vor allem informierter gegenüber Verlagen vertreten kann. Natürlich bedeutet das einen Einschnitt in möglichen Einnahmen, doch die Konditionen, die ein Agent aushandeln kann, sind ganz anders, als es mir möglich wäre.

Im März werde ich die Leipziger Buchmesse, im darauffolgenden Oktober die Frankfurter Buchmesse besuchen, um noch besser in der Branche Fuß fassen zu können. Auf diesem Blog werde ich euch über mein tägliches Leben, vor allem aber über meine Erfahrungen in der Welt der freien Autoren auf dem Laufenden halten. Ich lade euch ein zu einer gemeinsamen Reise, nehmt euch einen Kaffee (oder Tee, davon habe ich auch jede Menge), macht es euch gemütlich und stöbert durch meinen Blog!


Eure Julia aka Thoronris