Freitag, 2. September 2016

Die Kunst des Schreibens [3]: Allgemeine Tipps zur Charaktererschaffung

Jede Geschichte lebt davon, dass die Charaktere in ihr spannend sind und der Leser sich mit ihnen identifizieren muss. In Zeiten der Fanfictions, die zu Hauf im Internet veröffentlicht werden, entstand der Begriff der „Mary Sue" (männl.: „Gary Stu"), um Charaktere zu beschreiben, die übermächtig und rundum perfekt wirken – und damit zum Gähnen einladen. Wenn ein Charakter, egal, ob in einer Romanze oder einem Fantasy-Roman, unbesiegbar wirkt und nicht verlieren kann, dann gibt es für ihn keine Herausforderungen und die Geschichte kann sich nicht entwickeln, da jedes Problem sofort gelöst wird.



Doch wie kreiere ich einen Charakter, der lebensecht, authentisch, sympathisch – oder im Falle des Bösewichts auch mal unsympathisch, wirkt? Es gibt eine Reihe verschiedener Techniken, wie man einen Charakter entwerfen und ausarbeiten kann, und je nach dem, was man als Autor für ein Typ ist und welche Art von Geschichte man schreibt, funktioniert die eine Methode besser als die andere. Mein Ziel in den folgenden Artikeln dieser Serie ist es, dir Handwerkszeug zu geben, mit dessen Hilfe es dir leichter fällt, deine eigenen, spannenden Charaktere zu entwerfen.
In diesem ersten Artikel verfolge ich zwei Ziele: Einerseits sei in aller Kürze auf den Unterschied zwischen Hauptcharakter und Nebencharakteren hingewiesen. Hauptcharaktere begleiten den Leser durch die ganze Geschichte hindurch, sie sind beinahe dauerhaft anwesend und müssen für ein möglichst breites Publikum als Sympathieträger funktionieren, da sonst das Buch niemanden interessiert. Zu extreme Macken, zu auffällige Fehler kann ein Hauptcharakter nicht haben. Nebencharaktere hingegen brauchen weniger Tiefe, da sie seltener auftauchen, sie können beinahe übertrieben wirkende Eigenschaften haben. Man denke nur an Ron Weasley aus der Harry-Potter-Reihe, der sehr auffällige, starke Charakterzüge trägt, er ist ängstlich, erscheint häufig nicht als klug, und ist in vielen Handlungen determiniert durch den Schatten, den all seine großen Brüder und sein bester Freund werfen. Ebenso steht es um Crabbe und Goyle, die beiden Sidekicks für Draco Malfoy, sie bestehen fast die ganze Zeit über nur aus einem Klischee: Sie sind groß, dick, gefräßig, stark und sehr, sehr dumm. So ein Charakter könnte niemals ein Hauptcharakter sein, doch als Nebencharaktere funktionieren sie perfekt. Sie werden ein einziges Mal beschrieben, und danach weiß jeder sofort, was er zu erwarten hat, wenn sie auftauchen. Nebencharaktere könnten die lustigsten, abstrusesten, extremsten Eigenschaften haben, ohne dass das ganze Buch dadurch an Glaubwürdigkeit verliert.
Zum anderen will ich noch ein paar Worte zur eingangs erwähnten Mary Sue verlieren. Ich habe auf einer Wiki-Seite, die sich der Reinheit der Fanfictions verschrieben hat [Quelle: ppc.wikia.com], folgendes Bild gefunden:
Wir sehen hier die Mary Sue in all ihrer Abscheulichkeit:
Wir sehen hier die Mary Sue in all ihrer Abscheulichkeit:
✧ Das erste Bild zeigt, was man generell so von ihr denkt: Ihr Daseinszweck ist es, mit ihrem bombastischen Aussehen den heißesten Kerl des Fandoms zu verführen.
✧ Auf dem zweiten Bild sehen wir einen verzweifelten Fan, der einen Wutausbruch nach dem anderen erlebt, weil die Mary Sue die Geschichte zerstört.
✧ Besonders gut ist das dritte Bild: Keiner der eigentlichen Hauptpersonen kennt Mary Sue, doch jeder ist interessiert an ihr.
✧ Auf dem vierten Bild sehen wir die eigentliche Tragik: Die Autoren denken meist, sie kreieren eine tolle, starke Power-Frau, die unabhängig und fortschrittlich ist, ihr eigenes Schicksal gestaltet und auf Männer pfeift – ein feministisches Anliegen.
✧ Die Mary Sue selbst wiederum, wie auf Bild fünf zu sehen, lebt in Wirklichkeit einzig und allein für ihre Liebe zu der Hauptperson
✧ Und auf Bild sechs schließlich sehen wir, warum sie eigentlich so zerstörerische Gewalt hat: Ihre übermenschlichen Kräfte sorgen dafür, dass jegliche Konflikte sofort gelöst werden können, die Geschichte also keinen Plot mehr hat, und wir automatisch beim Happy End ankommen.
Was kannst du tun, um selbst zu vermeiden, eine Mary Sue zu schreiben? Halte dir immer vor Augen, dass deine Leser mit deinen Hauptpersonen mitleiden wollen. Sie wollen sie mögen, sicher, aber sie wollen nicht von ihnen eingeschüchtert werden. Die Leser wünschen sich eine spannende Reise, auf der die Charaktere lernen, scheitern, wachsen.
Einen Charakter zu erstellen, ist wie eine Statue aus Marmor zu hauen: Zunächst formst du das Marmor ganz grob – überlegst dir den Stereotyp, dem dein Charakter entsprechen sollst – und erst, wenn die Form erkennbar ist, kommen die Feinheiten, erst dann schleifst du die Statue rund, fügst Falten ins Gewandt der griechischen Göttin, gibst ihrem Haar Locken und arbeitest die Augen heraus. Ebenso bei einem Charakter: Nachdem der Stereotyp klar ist, fügst du Charakterzüge hinzu, die das Klischee auflösen und einen echten Charakter mit Tiefgang erzeugen.
Nächste Woche geht es an dieser Stelle weiter mit Vorschlägen, wie man einen Charakter möglichst komplex und lebensnah gestalten kann.

Mittwoch, 31. August 2016

Self-Publishing mit Amazon KDP [3]: Erfahrungsberichte

Grau ist alle Theorie, wie es so schön heißt, und daher habe ich mich mit zwei Autorinnen unterhalten, die beide bereits bei Amazon ihre Bücher selbst veröffentlicht haben. Ich begrüße ganz herzlich Charlotte Zeiler, welche nicht nur im Self-Publishing tätig ist, sondern nun auch im Drachenmond Verlag veröffentlicht hat. Ihr Roman La Vita Seconda nimmt den Leser mit auf eine Zeitreise, die kunstvoll eine Verbindung von der Gegenwart zurück ins 17. Jahrhundert schlägt. Mit dabei ist außerdem Nicole Beisel, die schon diverse Bücher bei Amazon im Self-Publishing veröffentlicht hat. In ihrem erfolgreichsten Roman Der Ruf des Albatros beschreibt sie mit emotionaler Intensivität die gemeinsame Reise zweier Menschen und vermittelt ihren Lesern ein Gefühl der Hoffnung in scheinbar trostlosen Situationen. 





Willkommen. Ich danke euch beiden, dass ihr euch die Zeit für mich genommen habt. Lasst uns also direkt einsteigen! Als ihr euer erstes Buch fertigt hattet, habt ihr euch da direkt für Self-Publishing entschieden?


Nicole Beisel

Ich habe mich direkt für das SP entschlossen, weil ich keine Hoffnung sah, bei einem Verlag unterzukommen. Zudem hat ein Bekannter von mir selbst über KDP veröffentlicht, durch diesen bin ich überhaupt auch erst auf die Idee gekommen, meine Bücher zu veröffentlichen.


Charlotte Zeiler

Ich habe im Vorfeld nur Absagen von Literaturagenturen bekommen, deshalb habe ich mir gar nicht erst getraut, mich bei Verlagen zu bewerben. Der einzige Weg war daher Self-Publishing.



Welche Erfahrungen habt ihr bisher mit Self-Publishing im Gegensatz zu traditioneller Veröffentlichung im Verlag gemacht? Wie fällt insbesondere der Unterschied im Marketing aus?


Nicole Beisel

Bei mir ist es so, dass ich selbst seit Jahren Self-Publishing betreibe, von Anfang auch über Kindle Direct Publishing (KDP), und jetzt bin ich für mein neues Buch bei einem kleinen Verlag untergekommen mit Aussicht auf weitere Veröffentlichungen. Also verlagstechnisch muss ich meine Erfahrungen erst noch sammeln. Vorteil vom SP bei KDP ist natürlich die Option auf 70% Tantiemen, bei niedrigen Preisen 30%. Das ist immer noch mehr, als man bei einem Verlag erhalten würde. Allerdings hast du ja das Marketing-"Problem" schon angesprochen. Jeder Verlag ist anders und jeder SPler vermarktet und wirbt anders. Das liegt teilweise am Budget, an den Ideen und der Kreativität, am Genre (Was ist gerade angesagt?) und am Leserstamm, sofern man sich schon einen aufbauen konnte. Und dazu kommen wir auch schon zu den Stammlesern, die tatsächlich meist über Facebook oder andere Social Networks auf dem Laufenden bleiben und sich alle Bücher des Lieblingsautors kaufen. Außerdem gibt es wohl seit kurzem die Option, dem Lieblingsautor bei Amazon zu folgen und so über neue Veröffentlichungen auf dem Laufenden zu bleiben.


Charlotte Zeiler

Ich habe für mein Self-Publishing-Buch einmalig für 3 Monate ein Marketing Paket zusätzlich gebucht. Hat aber leider nicht viel gebracht. Ansonsten mache ich fast alles selbst.



Richtig, Amazon bietet die Möglichkeit, einem Autor zu folgen und bei neuen Veröffentlichung mittels Mail informiert zu werden. Das scheint noch eine recht neue Funktion zu sein, die wohl auch noch in den Kinderschuhen steckt. Nicole, du sprachst von bis zu 70% Gewinnbeteiligung bei Amazon. Denkt ihr, dass man bei Verlagen mit ähnlichen Prozenten rechnen kann?


Nicole Beisel

Das wäre mir neu. Ich habe eine Beteiligung von 10% bzw. 30%.


Charlotte Zeiler

Das glaube ich nicht. Höchstens bei den Nebenrechten (Verfilmung etc.), vielleicht ca.50%.



Habt ihr persönlich eine Stammleser-Basis?


Nicole Beisel

Ja, einen kleinen, aber immerhin.



Magst du mir ein wenig erzählen, wie du mit diesen Stammlesern interagierst, wie du sie "geworben" hast und was du machst, um sie zu halten?


Nicole Beisel

Geworben habe ich sie wohl alle entweder über Facebook oder direkt in meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Gerade hier über Facebook erfahren sie immer alles über neue Romane und aktuelle Projekte. Was ich tue, um sie zu halten? Eigentlich nichts. Ich muss niemanden "halten", jeder darf sich frei fühlen, meine Bücher zu lesen. Ist das Interesse da, werden neue Bücher schnell erworben. Das Drucken von Lesezeichen oder kleine Gewinnspiele und der Verkauf signierter Exemplare kamen immer gut an, das wird wohl auch hilfreich gewesen sein.



Nutzt ihr eine eigene Facebook-Seite für die Schriftstellertätigkeit?


Nicole Beisel

Ja, ich habe eine eigene Seite, wo ich hin und wieder auf meine Tätigkeit hinweise, aber auch auf meinem privaten Profil halte ich meine Leser gerne auf dem Laufenden.


Charlotte Zeiler

Google+ läuft bei mir eindeutig besser.



Kümmert ihr euch beim Marketing um alles selbst?


Charlotte Zeiler

Ich mache immer noch viel in Sachen Marketing. Enger Kontakt zum Leser, geführte Leserunden auf Lovelybooks. Mittlerweile kontaktieren die Blogger aber auch schon mich. Am Anfang habe ich einzelne Blogger persönlich angeschrieben. Außerdem nutze ich verschiedene Facebookgruppen für eine erste Kontaktaufnahme


Nicole Beisel

Um solche Dinge kümmere ich mich selbst. Letztlich beim Flashmob hier auf Facebook, der von einer Kollegin für mich auf die Beine gestellt wurde, hat sie das komplette Programm übernommen, um mich zu unterstützen, wofür ich ihr wahnsinnig dankbar bin.



Ein Flashmob?


Nicole Beisel

Eine Veranstaltung auf Facebook. Alle meine bisher veröffentlichten Bücher wurden mit Links, Klappentexten, Textauszügen und Covern vorgestellt und mit dem Besitz oder dem Kauf meiner Bücher konnte man Punkte sammeln. Das ging ein ganzes Wochenende lang und am Ende wurden die Punkte ausgewertet und der Sieger benannt.



Oh, das ist eine sehr kreative Idee. Das ist für deine Fans sicher auch eine gute Möglichkeit, mal mit ihrer "Treue" angeben zu können. Wie kam es dazu, dass ihr jetzt einen Verlag statt SP nutzen wollt?


Nicole Beisel

Ich betreibe schon lange Self-Publishing und habe gemerkt, dass ich mit meinen Büchern mehr erreichen will, mehr Leser gewinne und für meine Bücher begeistern will, doch meine Marketingfähigkeiten reichen einfach nicht aus. Ich wollte es einfach mal über einen Verlag versuchen, und da bekam ich ein Angebot von einem Verlag, für den ich auch als Korrektorin tätig bin. Daraus wurde nun eine feste Zusammenarbeit, gestern kam mein erster Verlagsvertrag bei mir an. Ich bin gespannt, ob ich so noch weitere Leser für mich gewinnen kann.


Charlotte Zeiler

Ich wollte schon immer in den stationären. Buchhandel. Ich liebe einfach die Buchläden, die Atmosphäre dort. Mit dem Verlagsangebot wurde mir ein großer Traum erfüllt.



Wenn man mit SP halbwegs erfolgreich ist und zeigen kann, dass man nicht nur ein Buch schreibt, ist es vermutlich später auch leichter, sich bei einem Verlag zu bewerben. Nicole, du sagtest ja, dass dein Vertrag jetzt von einem Verlag kommt, für den du bereits als Korrektor arbeitest. Hast du das gelernt/studiert, oder dich einfach durch exzellente Arbeit empfohlen?


Nicole Beisel

Das Ganze hat sich durch einen "Freundschaftsdienst" für eine befreundete Autorin ergeben. Sie hatte ihr Werk veröffentlicht, als wir uns über Facebook kennenlernten. Wir verstanden uns auf Anhieb und nach kurzer Zeit erzählte sie mir, wie traurig sie über die negativen Rezensionen sei. Ich bot ihr an, ihr Werk zu überprüfen und konnte es tatsächlich um einiges verbessern, wie auch nachfolgende Rezensionen zeigten. Danach war ich offiziell nebenberuflich als Korrektorin tätig und habe auch ihre weiteren Werke korrigiert. Man sah die Veränderung deutlich an den Rezensionen und mit der Zeit habe ich weitere Kunden gewonnen. Nachdem meine Tochter Anfang letzten Jahres auf die Welt kam, habe ich meine Arbeit vertieft und bin seit Ende der Elternzeit als Korrektorin und PR-Texterin selbständig und bis auf das Sommerloch läuft es sehr gut. :Durch eine weitere Autorin hier auf FB wurde ich meinem jetzigen Verlag als Korrektorin empfohlen, und so kamen der Verlag und ich in Kontakt.



Hast du selbst für deine Bücher noch jemanden, der drauf schaut, oder bist du da selbstbewusst genug, dass du weißt, was du tust?


Nicole Beisel

Auch meine Bücher werden vor der Veröffentlichung von Dritten überarbeitet. Für die eigenen Texte ist man oft blind, sodass man vieles beim Überarbeiten noch übersieht.



Arbeitet ihr mit Buch-Bloggern zusammen, die Rezensionen auf ihren Blogs für euch veröffentlichen? Wenn ja, wie ist eure Erfahrung?


Nicole Beisel

Ich selbst habe zur Anfangszeit Rezensionsexemplare rausgegeben, aber leider nur ganz selten Rückmeldung erhalten. Seitdem gebe ich keine Exemplare mehr raus, aber es gibt hin und wieder Blogger, die mich mit Buchtipps, Autorentagen und Präsentationen unterstützen.


Charlotte Zeiler

Sehr gute Erfahrungen. Ihnen habe ich viel zu verdanken. Fast alle Rezensionen kommen von ihnen. Der "Otto-Normal-Leser" schreibt kaum Rezensionen.




Vielen Dank euch beiden für das ausführliche Interview.

Montag, 29. August 2016

Monday Madness [2]: Viel zu tun

Wer hätte gedacht, dass ich nach meinem Studium und ohne regulären Job so viel weniger Freizeit haben würde als zuvor? Ich stelle fest, die Welt der Schriftstellerei und des Bloggens kann einen ganz schön gefangen nehmen. Und dann ist da noch Wattpad ...





Auf Wattpad


Diese Woche endet der August und damit auch die Anmeldephase für die diesjährigen Wattys, dem größten Online-Schreibwettbewerb der Welt. In über 20 Sprachen werden dieses Jahr in zehn verschiedenen Kategorien die besten Bücher auf Wattpad ausgesucht. Als deutsche Wattpad-Botschafterin bin ich in diesem Jahr erstmals nicht nur Teilnehmerin mit meiner Harry Potter Fanfiction "Reue", sondern helfe hinter den Kulissen bei der Organisation. Die letzte Woche war wieder erstaunlich hektisch, da diverse Nutzer noch auf die letzte Minute - immerhin läuft die Anmeldephase schon seit über zwei Monaten - ihre Bücher anmelden wollten. Viele Fragen gab es zu beantworten, doch bisher, so hoffe ich, konnte ich noch jeden zufriedenstellen.
Außerdem habe ich - für mich ebenfalls überraschend - den ersten Teil von "Reue" fertig geschrieben. Ich wusste, dass ich einen guten Zwischenpunkt brauchte, um von Teil 1 zu Teil 2 zu kommen, und erstaunlicherweise hat sich das beim Schreiben des letzten Kapitels spontan ergeben. Statt also künstlich noch vier weitere Kapitel zu schreiben, habe ich stattdessen einen Endpunkt gesetzt. Pünktlich zum 1. September fährt auf Gleis 9 3/4 der Hogwarts-Express Richtung "Reue II - In der Kammer" ab, Tickets gibt es kostenlos bei mir.


In der Blogger-Welt


Inzwischen bin ich seit zwei Wochen mit diesem Blog im Internet zu finden und es ist aufregend wie nie. Ich habe diverse neue Leute kennengelernt, neue Internetplattformen gefunden, neue Dinge gelernt - es ist eine aufregende Reise. Nach einer Anfrage einer Freundin in Bezug auf einen Artikel von letzter Woche habe ich zudem über das Wochenende diverse Interviews mit Autoren und Bloggern geführt und werde noch mehr führen. Die Ergebnisse werden im Laufe dieser und nächster Woche erscheinen. Es ist spannend mitzuerleben, wie die Blogger sich untereinander vernetzen, zu entdecken, dass es gerade unter Buchbloggern tatsächlich einen Kodex gibt, und zu lernen, was es bedeutet, regelmäßig qualitative Inhalte für das Internet zu produzieren. Ich freue mich sehr auf die kommende Zeit!


Im realen Leben


Ich habe es nun endlich geschafft, mir Suicide Squad im Kino anzuschauen. So sehr ich nach den Trailern auch gespannt war auf diesen Film, so schnell habe ich meine Erwartungen heruntergeschraubt, als ich die ersten schlechten Reviews zu lesen bekam. Es ist ja schließlich immer noch ein DC Film, und DC hat gerade in jüngster Zeit bewiesen, wie sehr sie nicht wissen, wie man gute Filme produziert. Trotzdem hat mich der Film unterhalten, insbesondere die viel gelobten Rollen Deadpool und Harley Quinn konnten auch mich emotional packen. Ich muss jedoch den Jungs von Screen Junkies zustimmen: DC ist großartig darin, ihre Helden (oder Schurken) in ästhetisch mitreißende Szene zu setzen, weswegen sowohl der Trailer zu Batman v Superman als auch jener zu Suicide Squad einfach nur ein Fest war. Story-Entwicklung oder gar Arbeit mit den Figuren bleibt dabei jedoch auf der Strecke. Je nach dem, was man von einer Comic-Verfilmung erwartet, kann man sich dennoch herrlich amüsieren. Als Film funktioniert Suicide Squad für mich gar nicht, als Unterhaltung für einen coolen Nachmittag hingegen schon.

Freitag, 26. August 2016

Die Kunst des Schreibens [2]: Die Erzähl-Perspektive


Ehe man den ersten Satz zu Papier gebracht hat, muss man sich als angehender Autor viele kleine technische Details überlegen. Eines davon ist die Frage der Erzählperspektive. Als Schreibanfänger mag man sich eventuell keine Gedanken darüber machen: Man schreibt einfach drauf los und wählt den Stil, der einem natürlich zukommt. Es kann aber auch das Gegenteil der Fall sein: Man hat schon einmal davon gehört, dass es verschiedene Stile gibt und nun starrt man ewig auf das leere Blatt und weiß nicht, woher man wissen soll, was richtig ist. Genau dieser Frage möchte ich in diesem Beitrag nachgehen.




Ich schicke direkt voraus, dass ich hier keine literaturwissenschaftliche Analyse betreibe und entsprechend die beiden Kategorien Erzählperspektive und Erzähltechnik in einen Topf schmeiße und drei verschiedene Erzähler daraus kreiere. Dies hat den einfachen Grund, dass einem in moderner Literatur und insbesondere bei jüngeren Autoren diese drei Typen von Erzählern am häufigsten über den Weg laufen und entsprechend für den Leser leichter zu verstehen ist, worauf ich hinaus will, wenn ich nicht zu wissenschaftlich werde.


Der auktoriale Erzähler


Eine heutzutage sehr selten genutzte Form ist die Perspektive des auktorialen Erzählers, manchmal auch allwissender Erzähler genannt. Hierbei handelt es sich um einen Stil, der nicht davor scheut, dem Leser deutlich zu machen, dass es einen Erzähler gibt. Viele Märchen sind in dieser Form geschrieben, wenn man sie liest, hat man unwillkürlich einen Großvater oder eine Großmutter vor Augen, die von vergangenen Ereignissen in der Ferne der Fantasiewelt erzählen. Der auktoriale Erzähler, der allwissend ist, schaut von oben auf die Welt und die Personen herab, er weiß zu jedem Zeitpunkt, was welche Figur denkt und tut. Nicht selten fließen eigene Bewertungen dessen, was geschieht mit ein, teilweise wird sogar das Wörtchen "Ich" eingebaut. Ein auktorialer Erzähler kann niemals Teil der Geschichte sein, da er sonst keine allwissende Position einnehmen kann.
Genauso ist es jedoch möglich, dass der auktoriale Erzähler nur so viel weiß wie beispielsweise die Hauptfigur, oder dass er zumindest so tut, als wäre das der Fall. Ein interessantes Beispiel für einen auktorialen Erzähler, der nicht allwissend ist, ist die Geschichte "Frankenstein" von Mary Shelley. Darin gibt es einen Erzähler, der sich direkt zu Beginn auch als Verfasser der Zeilen zu erkennen gibt. Er erzählt nicht seine eigene Geschichte, sondern die von Frankenstein, und zwar in der Form, wie Frankenstein sie ihm erzählt hat. Er gibt also die Geschichte einer anderen Person wieder. Besonders spannend an dieser Geschichte ist jener Punkt, an dem Frankenstein auf sein Monster trifft und dieses Monster ihm seine bisherige Lebensgeschichte erzählt. Der Verfasser erzählt also eine Geschichte, die ihm wiederum Frankenstein erzählt hat, der wiederum Teile der Geschichte von seinem Monster erfahren hat. Auch aufgrund dieses Stils gehört Frankenstein zu einem meiner Lieblingsbücher.


Der Ich-Erzähler


Wieder im Kommen scheint derzeit die Form des Ich-Erzählers zu sein, was wir sicherlich auch "Twilight" und der dazugehörigen Fanfiction (inzwischen eigenständigem Roman) "Fifty Shades of Grey" zu verdanken haben, die beide in diesem Stil verfasst sind und enorme Popularität errungen haben. Der Ich-Erzähler ist, wie der Name schon sagt, eine Form, bei der der Verfasser aus seiner eigenen Perspektive erzählt. Er muss nicht zwingend die Hauptfigur sein - beispielsweise ist "Sherlock Holmes" aus der Ich-Perspektive geschrieben, allerdings von Doktor Watson, der ja bekanntlich nicht die Hauptperson ist - häufig ist dies jedoch heutzutage der Fall. Die Ich-Perspektive bietet sehr viele Möglichkeiten und verschiedenste Ausgestaltungsformen, doch wer darüber nachdenkt, diese Form zu wählen, sollte sich auch der Nachteile bewusst sein. Als Ich-Erzähler ist man niemals allwissend. Man hat immer eine Perspektive und man muss sich darüber im Klaren sein, dass dem Leser dadurch eventuell Informationen, die einem als Autor völlig klar sind, verloren gehen. Das ist natürlich gleichzeitig auch die große Stärke dieser Form, da man mit kaum einer anderen Perspektive den Leser so leicht an der Nase herumführen kann. Doch nur, wenn man sich bewusst ist, dass der gewählte Ich-Erzähler die Welt durch seine persönliche Brille sieht und entsprechend nicht alle Informationen zur Verfügung haben kann, nur dann kann man diesen Stil mir Erfolg bewältigen!

Meine persönliche Meinung ist, dass jeder, der einfach nur eine Geschichte erzählen will, lieber den personalen Erzähler nutzen sollte, da dieser leichter umzusetzen ist und der Stil meistens flüssiger zu lesen ist. Ich selbst habe noch nie eine Geschichte aus der Ich-Perspektive geschrieben. Im Gegensatz dazu sind viele englische Klassiker so geschrieben - und ich liebe es. Das meines Erachtens beste Buch, "Dracula" von Bram Stoker, besteht beispielsweise aus Briefen und Tagebucheinträgen mehrerer verschiedener Hauptfiguren. Sie alle berichten aus ihrer Perspektive, sie alle legen sehr intensiv ihre Gedanken dar, sie alle schreiben deutlich unterschiedlich und bewerten Situationen deutlich anders. Durch die unfassbare Erzählmacht von Stoker entsteht so ein Roman, der an Spannung kaum zu überbieten ist, und der einen so nah wie kaum ein anderer an jede einzelne Figur bindet. Tagebücher und Briefe sind eine Kategorie der Ich-Perspektive, die ich persönlich sehr schätze.
Auch H. P. Lovecraft nutzt für seine einflussreichen Kurzgeschichten im Horror- und Fantasy-Genre meistens den Ich-Erzähler. Wer so einen Roman schreiben kann und es dabei schafft, genauso viel Spannung und Handlung zu entwickeln wie beispielsweise mit einem personalen Erzähler, verdient den höchsten Respekt. Leider kenne ich kein zeitgenössisches Buch, das sich dieser Form bedient beziehungsweise sich ihrer erfolgreich bedient. Wer mir das Gegenteil beweisen kann, ist herzlich eingeladen, mir einen Kommentar mit einer Empfehlung zu hinterlassen. Für mich bleibt jedoch die ganz persönliche Meinung, dass die Ich-Form, wenn sie nicht mit Überlegung und Bedacht gewählt wurde, meistens keine gute Form ist. Deswegen lasse ich die Finger von solchen Büchern.


Der personale Erzähler


Zu guter Letzt widme ich jenem Stil, der wohl von allen am häufigsten genutzt wird: der personale Erzähler. Hierbei handelt es sich um eine Form, die die Vorteile des auktorialen Erzählers mit jenen des Ich-Erzählers kombiniert: Es gibt keinen für den Leser erkennbaren Verfasser des Textes, stattdessen wird aus der Sicht einer (oder verschiedener) Hauptpersonen der Geschichte erzählt. Anstatt "Ich" wird mit "Er" / "Sie" und manchmal auch "Es" gearbeitet, was einen angenehmeren Lesefluss ermöglicht. Wie beim Ich-Erzähler ist der Leser auf die Person beschränkt, aus deren Perspektive erzählt wird, man ist also nicht allwissend und kann Gefühle und Handlungen anderer nur aus der Sicht der erzählten Person bewerten.
Im Gegensatz zu der Ich-Perspektive ist der Leser jedoch nicht daran gebunden, zu denselben Einschätzungen wie die handelnde Person zu kommen. Während in der Ich-Perspektive die Autorität über die Bewertung sämtlicher Ereignisse stets beim Autor liegt, ist es in der personalen Form durchaus möglich, dass man sich nicht mit der Figur identifiziert. So habe ich beispielsweise während der ersten etwa drei Bände von Harry Potter mehr oder minder alles ebenso bewertet wie dieser. Im vierten, spätestens aber im fünften Buch fing ich jedoch an, in Harry immer mehr das zu sehen, was Snape in ihm sah, und ich begann, seine Einschätzung vieler Situationen abzulehnen. Rowling hat sich für die Form des personalen Erzählers entschieden und schreibt fast ausschließlich aus der Sicht von Harry. Es ist jedoch durchaus möglich, dass man mehrere Figuren als erzählte Person nutzt. Dies tue ich in den meisten meiner Geschichten: Es gibt eine klare Hauptperson, aber oft genug erhält man auch kurze Einblicke in die Handlungen und Gedanken anderer Figuren, wenn ich die Geschichte aus deren Sicht weiter erzähle.
Der moderne Roman kommt meistens in dieser Form daher, wohingegen viele Geschichten, die gratis oder gegen geringes Entgelt im Internet zu lesen sind, sich der Ich-Perspektive bedienen. Über einen auktorialen Erzähler bin ich hingegen schon lange nicht mehr gestolpert.

Welche Form aber soll ich nun wählen, um meine Geschichte zu erzählen? Dazu stelle ich mir folgende Frage: Möchte ich etwas erzählen, wo der Inhalt im Mittelpunkt steht, wo es wirklich nur darum geht, eine Geschichte zu erzählen? Dann wähle ich den personalen Erzähler, da dieser Stil leicht zu schreiben ist und dem Leser deutlich geläufiger und damit ansprechender ist als die anderen beiden Optionen.
Möchte ich hingegen mit dem Schreibstil selbst etwas transportieren, kann ich über die anderen beiden Perspektiven nachdenken. Ich könnte zum Beispiel die Idee haben, dass sich eine Geschichte nur durch einen Briefwechsel abspielt. Dann hätte ich die Ich-Perspektive von mindestens zwei, eventuell auch noch mehr Personen. Oder ich versuche mich an Lovecraft zu orientieren, bei dessen Kurzgeschichten ein großer Teil des Grusels dadurch entsteht, dass der Leser weiß, dass der Erzähler bereits Grauenhaftes erfahren hat und einem nur ausschnittsweise Einblicke darein gewährt. Teilweise geht es sogar soweit, dass man weiß, dass der Erzähler kurz vor seinem eigenen Tod steht und sich beeilt, seine Erfahrungen noch mit der Nachwelt teilen zu können. Als das erhöht wahnsinnig das Erzähltempo und schafft aus sich selbst heraus Spannung.
Ich könnte aber auch einen Roman schreiben und sagen "Ich bin Gott, heute erzähle ich euch eine lustige kleine Geschichte, die sich auf der Erde zugetragen hat". Und dann schreibt man auf, was eine bestimmte Gruppe von Menschen so getan hat, man macht sich eventuell lustig über die Unwissenheit der Menschen oder bewertet jede Handlung danach, ob sie religiös ist oder nicht. Dann hätte man einen auktorialen Erzähler, der einen ganz bestimmten Zweck innerhalb der Geschichte hat.

Für was auch immer ich mich also entscheide: Solange die Form, der Stil selbst nicht relevant für die Geschichte, die ich erzählen will, ist, wähle ich persönlich stets den personalen Erzähler.

Mittwoch, 24. August 2016

Self-Publishing mit Amazon KDP [2]: Harte Fakten

Nachdem ich letzte Woche einige sehr erfolgreiche Beispiele genannt habe, die zeigen, dass Autoren in Eigenregie sehr viel Geld verdienen können, ohne von sich aus zuerst einen Verlag anzusprechen, wollen wir uns diese Woche mit den nackten Zahlen beschäftigen. Wie viel kann ich tatsächlich mit Amazon KDP verdienen? Welche Genres ziehen? Sollte ich vielleicht doch lieber zu einem richtigen Verlag gehen?




Die wöchentliche eBook-Topliste


Die deutsche Website "Die Self-Publisher-Bibel" veröffentlicht regelmäßig eine Top-1000-Liste der Bücher, die auf Amazon am besten laufen. Auf Platz 1 diese Woche ist der Liebesroman "Ein Ire fürs Herz" von Annabelle Benn. Die Amazon-Verkaufsseite zeigt, dass es in den beiden eBook-Kategorien Liebesroman und Dramatik ebenfalls jeweils auf Platz 1 liegt sowie in der Belletristik-Kategorie für Dramatik. Das Buch ist als eBook für 1,89€ zu haben, Abonnenten von KindleUnlimited, einer eBook-Flatrate, lesen es kostenlos.
Ein Blick auf die restliche Top 20 zeigt schnell: Hier dominieren Liebesromane und Thriller, nur ein Humor-Buch hat sich dazwischen geschlichen. Ebenfalls ist auffällig, dass diverse dieser Bücher Bestandteil einer Reihe sind. Der Markt hat offenbar Interesse an Liebesgeschichten, die über viele Bücher hinweg gestrickt werden, und an Ermittlern, die in einem Fall nach dem anderen spannende Fälle lösen.


Wie viel verdiene ich tatsächlich mit Self-Publishing?


Natürlich ist es unmöglich, den Erfolg eines Buches vorherzusehen, entsprechend ist das tatsächliche Einkommen sehr individuell. Man kann sich jedoch mit ein paar Mathe-Beispielen behelfen oder allgemeine Statistiken und Umfragen betrachten.
Fangen wir mit der Mathematik an. Amazon KDP bietet zwei Tantieme-Optionen an, wobei Tantieme bestimmt, wie viel Prozente vom tatsächlichen Buchpreis am Ende an den Autor gehen. In Deutschland kann man dabei relativ frei zwischen 35% und 70% wählen. Natürlich will man da als Autor sofort zu der 70%-Option greifen, doch das hat einen Haken: Der Mindestpreis für diese eBooks liegt bei 2,99€. Für einen Anfänger, der noch kein Buch veröffentlicht hat und an der eigenen Qualität zweifelt, ist das schon ein stolzer Preis. Ich persönlich habe mich daher für mein erstes (noch nicht veröffentlichtes) Buch für die 35%-Option entschieden, welche einen Mindestpreis von 0,99€ verlangt. Nehmen wir an, ich mache Werbung für dieses Buch und schaffe es tatsächlich, dass innerhalb der ersten Woche 120 Menschen mein Buch kaufen.

120 eBooks für 0,99€ = 118,80€  → 118,80€ * 0,35 = 41,58€

In diesem Beispiel, das schon mit einem guten Erfolg des Buches rechnet, würde ich also innerhalb von einer Woche 42€ verdienen. Auf den Monat hochgerechnet ergäbe das 160€. Davon kann ich meine Krankenversicherung bezahlen, aber niemals meine Miete - und da habe ich immerhin mit knapp 500 Buch-Verkäufen im Monat gerechnet!

Eine Umfrage der Self-Publisher-Bibel, welche sie seit 2013 jährlich durchführen, zeichnet auf den ersten Blick ein besseres Bild. Der Durchschnittsverdienst aller Umfrageteilnehmer lag 2015 bei 512€, während er 2014 bei 494€ und 2013 bei 312€ lag. Es ist also nicht nur ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen, sondern über 500€ als Monatsverdienst klingen schon gar nicht so schlecht. Doch wie immer liegt der Teufel im Detail: Nur 16% der Teilnehmer von 2015 gaben an, dass sie im Monat mehr als 300€ verdienen. Der Durchschnittsverdienst wird also deutlich nach oben verzerrt durch einige wenige Ausnahmen, die tausende Euro mit ihren Werken verdienen. Mehr als 80% aller Self-Publishing-Autoren verdienen keine 300€ im Monat, schlimmer noch, etwa die Hälfte der Autoren verdienen keine 50€. Da erscheint mein Rechenbeispiel plötzlich sehr freundlich.

Für 2016 sieht es in der Einkommensverteilung übrigens sehr ähnlich aus:

Quelle: selfpublisherbibel.de, Eigene Darstellung
Noch immer ist für die Hälfte der Autoren das Self-Publishing kaum ein ernstzunehmender Nebenverdienst. Die 15% jener, die über 1.000€ im Monat mit ihren Büchern verdienen, locken natürlich, doch dagegen stehen die knapp 70%, die mit ihren Einnahmen ihren Lebensunterhalt nicht finanzieren können. Auch zeigt sich, dass es eine deutliche Zweiteilung gibt, da nur 4% in dem Rahmen zwischen 500€ und 1.000€ liegen. Eine kleine Minderheit lebt gut vom Schreiben, die deutliche Mehrheit kann es nur als Taschengeld betrachten.

Sollte ich also besser meine Finger vom Self-Publishing lassen und entweder gar nicht schreiben, oder es bei einem Verlag versuchen? Meine persönliche Antwort darauf lautet: Nein. Das tatsächliche Einkommen hängt von so vielen Faktoren ab, die man teilweise selbst beeinflussen kann, dass es für jeden Schriftsteller definitiv zumindest einen Versuch wert ist. Lediglich eine realistische Perspektive sollte man sich bewahren, denn wer denkt, mit Bücherschreiben könne er schnelles, leichtes Geld verdienen, hat sich verkalkuliert. In den nächsten Wochen werde ich auf diesem Blog eine Reihe von Tipps und Strategien zusammenstellen, die dem Erfolg eines Buches helfen können. Meine eigene Reise beginnt erst, so dass ich zeitgleich alle vorgeschlagenen Tipps selbst anwenden und auf Effektivität auswerten kann. Es stehen uns allen einige spannende Monate bevor!